Kinder unter Deck

“„Kinder unter Deck!“ brüllt mein Vater aus heiterem Himmel während des Autofahrens, er sitzt am Steuer. Blitzartig rutschen mein Bruder und ich in den Fußraum zwischen Rückbank und Vordersitz und kauern uns dort, den Kopf schützend wie wir es gelernt haben, zusammen.Es ist wieder und wieder dasselbe Manöver, das mein Vater mit uns Kindern beim Autofahren „zur Sicherheit“ übt, um uns im Falle eines Unfalls bestmöglich zu schützen. Das Kommando kam meist aus heiterem Himmel und war für uns Kinder kein Spaß, sondern bitterer Ernst, der uns in Angst und Schrecken versetzte. Der Film ist die persönliche Geschichte dreier Generationen, der (verstorbenen) Großmutter, des Vater und der Tochter, in deren Zentrum die transgenerationale Übertragung traumatischer Ereignisse steht.

Es ist ein seelisches Roadmovie durch tiefliegende, diffuse Gefühlsschichten bedingt durch die historischen Umwälzungen im Nordosten Europas.” – Freibeuter Film 

Tonschnitt, Sounddesign: Stefan Rosensprung
Mischung: Thomas Pötz